Schuleingangsphase

Schuleingangsphase

Organisatorische Grundsätze

Die Schuleingangsphase an der GGS Eisernstein wird laut Beschluss der Schulkonferenz vom 19.07.2004 mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 wie folgt organisiert:
Sie ist weiterhin jahrgangsbezogen organisiert mit parallel laufenden Fördergruppen in Form von Förderbändern, die jahrgangsübergreifend (Klasse 1 und 2) arbeiten. In den Förderbändern gibt es Arbeitsangebote zu den folgenden Unterrichtsbereichen:

Sprache
  • Wortschatzerweiterung
  • Sprachförderung
  • Ausländersprachförderung
  • Wortarten und Satzbildung
  • Leseförderung durch Vorlesen
  • Vorlesen und Erzählen
  • Erstlesen
  • Weiterführendes Lesen

Mathematik
  • Mengenbildung
  • Zahlenaufbau
  • Sachaufgaben
Motorik
  • motorische Diagnostik
  • Wahrnehmungsförderung
  • Psychomotorik
  • Förderung der Feinmotorik
  • Rhythmik

Der Stundenplan ist so konzipiert, dass sowohl der Kernunterricht der Jahrgänge 1 und 2 als auch die Förderbänder jeweils zeitlich parallel stattfinden und somit einen Wechsel der Kinder in eine andere Lerngruppe ermöglichen.
Der Wechsel kann sich sowohl auf ein anderes Förderband als auch auf den Kernunterricht des anderen Jahrgangs beziehen, je nach individuellem Leistungsstand des Kindes.

Feststellung der Lernausgangslagen und der Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder

Bereits bei der Anmeldung der neuen Schülerinnen und Schüler und bei den Schulspielen vor der Einschulung erfolgt eine differenzierte Einschulungsdiagnostik zu den Bereichen Sprache, Motorik, Wahrnehmung, Kognition und Sozialverhalten, deren Ergebnisse individuell für jedes Kind in einem Beobachtungsbogen schriftlich festgehalten werden.

Entsprechend der diagnostischen Erkenntnisse werden in einer ersten Jahrgangsstufenkonferenz des neu zu bildenden Jahrgangs bei der Klassenzusammensetzung heterogene Schülergruppen gebildet.
Aufgrund dieser Unterlagen kennt der Klassenlehrer die Lernausgangslage des jeweiligen Kindes. Der Klassenlehrer führt die Diagnostik im täglichen Unterrichtsgeschehen im Sinne der Förderdiagnostik fort. Dieses gestaltet der Lehrer individuell, z.B. in Form von Lerntagebüchern, tabellarischer Übersichten oder standardisierten Beobachtungsbögen.
 
Entsprechend des Förderbedarfs und der Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder werden daraufhin Fördergruppen installiert, denen die entsprechenden Kinder klassen- und jahrgangsübergreifend zugeordnet werden. Bei der Zuordnung finden sowohl besondere Schwächen als auch besondere Stärken des einzelnen Kindes Berücksichtigung.
Neben der Förderdiagnostik im Klassenverband werden diagnostische Verfahren im Rahmen der Förderbänder durchgeführt (z.B. motorische Diagnostik mit der kleinen Hexe „Diagnostik mit Pfiffigunde“).

Sicherstellung der individuellen Förderung und des selbstständigen Lernens jedes einzelnen Kindes
 
Dokumentationsformen
 
Individuelle Förderung und selbstständiges Lernen werden durch offene Unterrichtsverfahren (z.B. Stationsarbeit, Tages- und Wochenplanarbeit, Freiarbeit) sowie durch Projektunterricht (Werkstattarbeit, Vorhaben) entsprechend der Richtlinienvorgaben und der Interessenlagen der Kinder sicher gestellt.
Als Dokumentationsform haben sich die Förderpläne bewährt, in denen individuelle Ziele festgehalten, kontrolliert und fortgeschrieben werden.

Organisatorische Maßnahmen (Maßnahmen der inneren und äußeren Differenzierung)
 
Äußere Differenzierung

1. Förderband
In den parallel gestalteten Förderstunden der Klassen 1/2 werden die Kinder ihren Stärken und Schwächen entsprechend in Gruppen zusammengefasst und nach ihren individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten gefördert.
Die Zuordnung der Kinder erfolgt dabei unter Berücksichtigung folgender Kriterien:
  • Erreichung der Lernziele (Lehrplanorientierung)
  • Vorrangige individuelle Erfordernisse (individueller Förderplan):
  • basale Fertigkeiten, soziale Kompetenzen, besondere Auffälligkeiten
Die Förderbandmaßnamen beschränken sich zunächst auf einen Zeitraum von ca. 3 Monaten, um sich danach mit den beteiligten Kollegen in einer Förderkonferenz (Jahrgangsstufenkonferenz) über Fortschritte, Probleme sowie die Notwendigkeit einer Fortsetzung der Förderung oder die Nutzung der Möglichkeit der Bestimmung eines anderen Förderschwerpunktes zu beraten. Diese Förderkonferenzen finden regelmäßig alle 3 Monate statt.

2. Teilnahme am Unterricht anderer Klassen
Dadurch, dass die Kernstunden des Unterrichtes bei Bedarf parallel organisiert werden können, ist eine Teilnahme am Unterricht der jeweils höheren Klasse bzw. die Wiederholung von Unterrichtsinhalten der Klasse 1 für Zweitklässler jederzeit möglich. Die unmittelbare Absprache findet direkt zwischen den beteiligten Kollegen und der Schulleitung statt.

So können auch Kinder, die beispielsweise in einem bestimmten Bereich der Mathematik Defizite bzw. Stärken haben dieses Angebot auch zeitlich begrenzt nutzen. Diese Möglichkeit gilt für alle Kernfächer.

Innere Differenzierung


Da wir bereits seit vielen Jahren mit individuellen Wochenplänen, der Arbeit an Stationen, Freiarbeit und Werkstattunterricht vertraut sind und daher Erfahrungen im Bereich der inneren Differenzierung haben, finden die o.g. Arbeitsformen ohnehin innerhalb des Klassenverbandes statt (s. Schulprogramm).
Sollte aufgrund organisatorischer Probleme die Organisation des Förderbandes nur in eingeschränktem Rahmen möglich sein, muss diese Arbeit dann mit den entsprechend genannten Arbeitsformen verstärkt im Klassenverband geleistet werden.

Organisation der individuellen Verweildauer des Schülers der Schülerin in der Eingangsphase
 
Kooperationsformen innerhalb des Kollegiums

An unserer Schule gibt es bezüglich der o.g. Fragestellung zwei Gremien:

1. Jahrgangskonferenzen (Kollegen/Kolleginnen aus einem Jahrgang)
2. Förderkonferenzen (alle beteiligten Lehrer eines Schülers)

Da der Klassenlehrer sowohl in der Jahrgangskonferenz als auch in der Förderkonferenz vertreten ist, gleicht er sowohl Informationen über den Lern- und Leistungsstand (orientiert am Lehrplan und Förderplan des Schülers) als auch über die persönliche Entwicklung des Schülers ( orientiert am persönlichen Förderplan) ab.
Mit Hilfe dieser beiden Komponenten kann über die Verweildauer individuell entschieden werden.

Seit dem Schuljahr 2006/2007 erhält die Schule zusätzlich eine Lehrerstelle aus dem Sogenannten „Sozialindex“, so dass eine weitere Differenzierung geleistet werden kann.