Medienkonzept

Medienkonzept

Medienkonzept der 
GGS Eisernstein

(Stand 25.05.2011)

 

Computereinsatz in der Grundschule

Computer gehören mittlerweile zur normalen Lebensumwelt der Schüler. Die meisten Kinder nutzen den PC für Computerspiele, aber kaum für eine gezielte Anwendung. Der Umgang ist vielen selbstverständlich. Die Hemmschwelle mit dem Gerät umzugehen ist für die meisten gering. Schule hat hier den Auftrag, zu zeigen, welche Möglichkeiten der Computer für das tägliche Lernen bietet.

Unterschiedliche Lernvoraussetzungen wie sie insbesondere in einer Schule mit GU zu finden sind, erfordern individuelle Übungsmöglichkeiten. Der Computer stellt eine Möglichkeit dar, Lehrstoff individualisiert zu üben und Wissen zu festigen.

Der Umgang mit dem Computer ist heute Bedingung und Voraussetzung für beruflichen Erfolg. Wir wollen uns dieser gesellschaftlichen Entwicklung stellen. Jedoch ist der Computer immer nur eine Möglichkeit der Wissensvermittlung unter vielen. Dabei sollen Schülerinnen immer mehr „das Lernen lernen". Sie müssen nicht alles wissen, aber sie müssen wissen, wie man an Informationen herankommt. Dabei gilt es, die Informationsflut zu steuern und auszuwählen.

Einbindung in den Unterricht

Computer sollen sowohl als Werkzeug, als auch als Medium genutzt werden. Allgemein formuliert sollen sie als Werkzeug (z.B. Schreibprogramme, Audiovisuelle Medienerstellung oder Übungssoftware) und als Bildungsmedium (z.B. Informationssuche im Internet, Nutzen von Software als Informationsquelle) genutzt werden. Ziel ist es immer, die Handlungs- und Bildungsmöglichkeiten der Schüler zu erweitern.

Folgende Regeln für den Computereinsatz in der Grundschule halten wir für grundlegend:

Die Arbeit mit dem Computer fügt sich ein in einen offenen, handlungsorientierten Lernkontext mit differenzierten Lernangeboten. Der Computer sollte hier vor allem zur Förderung selbstbestimmter Lern- und Arbeitsprozesse genutzt werden.

Der Computer sollte dort eingesetzt werden, wo er aus der Sicht der Lehrkraft (im didaktischen und methodischen Kontext) oder der Sicht des Kindes (Motivation, Selbstdifferenzierung, Wahl des Mediums) anderen Medien deutlich überlegen ist.

Der produktiven und kreativen Nutzung des Computers (im Rahmen von Schreibkonferenzen und projektorientierten Arbeitsformen) sollte unbedingt der Vorrang eingeräumt werden.

Grundschüler arbeiten gerne zu zweit oder zu dritt am PC und tauschen dabei ihre Erfahrungen aus (kommunikativer Aspekt).

Der hohe Wert der Primärerfahrungen in der Grundschule wird durch die Arbeit am PC nicht in Frage gestellt. Der Computer ist vielmehr Werkzeug, mit dem man über diese Primärerfahrungen berichtet und so in entsprechende, sinnbezogene Arbeitszusammenhänge einbindet. Lernen mit Hilfe von Medien steht neben Lernen mit allen Sinnen und ist eingebunden in ganzheitliches Lernen mit Kopf, Herz und Hand.

Der Sachunterricht hat die Aufgabe, dem Schüler Ausschnitte der Lebenswirklichkeit zu erschließen, soweit sie für ihn bedeutsam und zugänglich sind. Zugänglich gemacht werden Informationen meistens über Sachunterrichtsbücher und begleitende Arbeitsmaterialien. Der Internetzugang bietet hier ergänzend die Möglichkeit, gezielt Informationen aus dem Internet abzurufen. Dazu benutzen SchülerInnen kindgerechte Suchmaschinen, die die Informationsflut im Internet einschränken und überschaubar machen.

Die SchülerInnen müssen an dieser Stelle lernen, dass Informationen kleingearbeitet werden müssen. Eine einschränkende Anfrage im Internet schränkt die Informationsflut sehr ein. Ein allgemeines Thema in die Suchmaschine einzugeben, fordert geradezu eine Informationsflut heraus. Um dies zu unterstützen, ist auf allen Rechnern der Schule als Startseite des Browsers die „Startseite für Kinder“ unserer Schulhomepage eingerichtet. Auf dieser Startseite finden die Schüler ausgewählte Internetseiten für Kinder, die den größten Teil der unterrichtlichen Nutzung abdecken.

Die SchülerInnen können hierüber ihr Sachwissen erweitern, um z.B. innerhalb der Projektarbeit oder innerhalb einer Gruppenarbeit Aufgabenstellungen bewältigen zu können. Besonders im Sachunterricht können die SchülerInnen an allgemeinen Aufgaben arbeiten, oder nach eigenem Interesse eine Aufgabenstellung vertiefen.

Im Förderunterricht kann jedes Kind seinem eigenen Leistungsstand entsprechend mit Übungsaufgaben rechnen (z.B. im Fach Mathematik), Leseübungen machen oder am Grundwortschatz arbeiten (z.B. im Deutschunterricht). Hierfür nutzen wir die Internetangebote von Antolin und Mathepirat, für die Schullizenzen erworben wurden, sowie die Lernsoftware von Budenberg und die Lernwerkstatt der Medienwerkstatt Mühlacker.

Dabei kann der Lernfortschritt abgerufen werden und ist somit für die Lehrkraft kontrollierbar. Die Übungen sind nachhaltig und gezielt. Dabei kann die Kontrolle als Eigenkontrolle oder als Lehrerkontrolle erfolgen.

In einer Computer-AG der OGS lernen die Kinder auf spielerische Art und Weise die grundlegende (z.B. Internet-Führerschein), aber auch weiterführende Bedienung des PCs in Form von Medienprojekten (z.B. Foto-Story, Zeitungsseite).

Im Rahmen einer Zeitungs-AG werden erste Erfahrungen mit Textverarbeitung und Textgestaltung vermittelt.

Öffnung der Schule nach außen

Seit September 2007 präsentieren wir unsere Schule über die Homepage www.ggseisernstein.de im Internet. 2008 wurden wir hierfür beim Schulhomepage-Award der Plattform www.schulhomepage.de mit dem 1. Platz in der Kategorie Grundschule und einem 5. Platz in der Gesamtwertung ausgezeichnet.

Die Zielsetzung hierfür war es, allen interessierten Eltern, Kollegen und Kindern eine einfache Möglichkeit bieten,

Informationen zu unserer Schule und zur Schulgeschichte zu finden,

Links zu interessanten Kinder-Internetseiten anzubieten,

aktuelle Neuigkeiten aus dem Schulleben in Wort und Bild zu finden.

Realisiert wird dies über ein CMS-System auf Basis des Open-Source-Systems Joomla.

Erwünscht und unterstützt werden ebenfalls von den einzelnen Klassen mittels des Primolo-Systems erstellte individuelle Klassenhomepages, die mit zunehmendem Alter von den Schülern auch eigenständig mit Texten und Bildern gefüllt werden können.

Über aktuelle Ereignisse berichten neben den Lehrern immer häufiger auch Schüler in kleinen Aufsätzen.

Unter einer eigenen Schul-Email-Adresse (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) ist jeder Lehrer für Kollegen, Eltern, Schüler und Ehemalige erreichbar.

Arbeitsergebnisse von Unterrichtsvorhaben und Projekten können auf durch Text- und Bildveröffentlichungen nicht mehr nur im Schulgebäude präsentiert werden, sondern werden jederzeit und an jedem Ort verfügbar.

Für die SchülerInnen steht ein Portal bereit, unter dem sie kindgerechte Internetangebote und Suchmaschinen finden. Auf allen Internetrechnern der Schule ist dieses Portal als Startseite eingerichtet, so dass die Schüler von hier aus die ersten Schritte im World Wide Web machen können und sollen.

Im Rahmen der Elternarbeit finden ab dem Schuljahr 2011/12 regelmäßige Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Wuppertal statt. Diese behandeln im Sinne von Kriminalprävention und Opferschutz die Risiken und Gefahren der Internetnutzung auf und geben Eltern Hilfestellung, wie sie ihre Kinder hiervor schützen können.

Ausstattung

Hardware

In allen Klassen befinden sich mittlerweile mindestens 2 Windows-XP-PCs die grundlegenden Anforderungen genügen. Jede Klasse ist darüber hinaus mit einem Drucker sowie Headsets für jeden Rechner ausgestattet.

Die Internetverbindung wird über einen DSL-Anschluss hergestellt. Seit Januar 2011 sind alle Klassenzimmer vernetzt und kommunizieren über den Server untereinander und mit dem Internet. 4 Klassenräume sind momentan über eine WLAN-Verbindung und eine Klasse ist per Powerline ins Schulnetz eingebunden.

In einem Förderraum haben wir einen Rechner-Cluster eingerichtet, wo 12 PCs gleichzeitig genutzt werden können, so dass für Angebote, die starken Computereinsatz erfordern, auch Kleingruppen individuell am PC arbeiten können.

Im Lehrerzimmer steht den Lehrern ein PC für Recherche und Unterrichtsvorbereitung zur Verfügung. Ebenfalls kann dort ein Multifunktionsgerät zum Erstellen von Farbkopien, zum Einlesen von Speicherkarten und Ausdrucken von Fotos genutzt werden.

Als mobile Lösung verfügen wir über einen Laptop mit Beamer und mobiler Leinwand, so dass Präsentationen von Lehrfilmen oder Einführungen von Arbeitsweisen am PC problemlos auch im Klassenverband möglich sind.

Insbesondere für den Englischunterricht wurden Mikrofone angeschafft, die als MP3-Recorder dienen und somit leicht weiter bearbeitbare Dateien erzeugen.

Software

Genutzt werden neben kleineren Freeware-Programmen in erster Linie die Budenberg-Lernsoftware, die Lernwerkstatt der Medienwerkstatt Mühlacker und das Office-Programm Star Office.

Zur Leseförderung verfügen wir über eine Schullizenz für www.antolin.de, so dass Schüler eine zusätzliche Motivation haben, auch zu Hause Bücher zu lesen. Aber natürlich haben die Schüler auch im Rahmen des Deutschunterrichts die Möglichkeit, ihr Punktekonto bei Antolin zu vergrößern.

Im Mathematikunterricht haben die Kinder zum schulischen und häuslichen Lernen Zugang zur Seite www.mathepirat.de, wo individuelle Aufgabenstellungen für die Schüler angeboten und bearbeitet werden können.

Speziell im Sachunterricht greifen wir auf die Online-Medienangebote des EDMOND-Service der Stadt Remscheid zurück.

Für den Freizeitbereich in der OGS wurde darüber hinaus verschiedenste Lernsoftware mit pädagogischem Anspruch angeschafft.

Schlusswort

Der Umgang mit dem Computer und Nutzung des Internets ist bereits heute für unsere Schüler selbstverständlicher Teil ihrer Lebenswelt. Hierbei werden wir sie begleiten und Ihnen den Umgang mit den Geräten ermöglichen, sie aber auch für Probleme und Gefahren der Mediennutzung sensibilisieren.

Wir sehen die Computernutzung als einen von vielen Bausteinen, die in unser Unterrichtskonzept vom mehrdimensionalen Lernen mit allen Sinnen passen. Wie in anderen Gebieten auch sollen die SchülerInnen auch im Bereich der neuen Medien zu problemorientiertem, selbstgesteuertem, kooperativem Lernen befähigt werden.