Gewaltprävention

Gewaltprävention

Seit dem Schuljahr 2000/2001 setzt das Kollegium im Rahmen der Schulprogrammarbeit einen besonderen Schwerpunkt auf die Beschäftigung mit Inhalten zur emotionalen Bildung und Gewaltprävention. Zur Weiterqualifizierung der KollegInnen erfolgten schulinterne Fortbildungen zu den Themen:

  • „Warum es gut sein kann, böse Menschen schlecht zu behandeln“ - Coolness-Training an der Grundschule
  • „Trommeln als ein Mittel zur Förderung der psychosozialen Fähigkeiten von GrundschülerInnen, des individuellen Aggressionsabbaus und der Förderung der Psychohygiene“
  • „Gewalt in ihrer Entstehung und ihren verschiedenen Erscheinungsformen erleben und Möglichkeiten der Prävention und Deeskalation von Gewaltsituationen erfahren“
  • „Ich-Du-Wir, Halt ohne Gewalt!“- ein Projekt zur Gewaltprävention in der Grundschule.

Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesen Fortbildungsmaß­nahmen wurden u.a. in einer Projektwoche zum Thema: „Schlagen? - Nein, danke! - Miteinander leben ohne Hass und Gewalt!“ umgesetzt. Langfristig wird die Arbeit in diesem Schwerpunktbereich über die Projektwoche hinaus auch unter Einbeziehung außerschulischer Institutionen auf unterschiedlichste Weise fortgeführt, u.a. nimmt eine Gruppe von Lehrer- und SchülerInnen begleitet durch einen Schulpsychologen am „Remscheider Prophylaxe Modell“ teil.
Neben der schulinternen Fortbildung absolvierten zwei Kolleginnen in Zusammenarbeit mit der RAA eine Ausbildung zum „Antiaggressionstrainer“. Dieses Antigewalt- und Coolness-training wird seit zweieinhalb Schuljahren kontinuierlich eine Stunde pro Woche in einer jetzt dritten Klasse durchgeführt.
Ziel des Trainings, das sich Methoden unterschiedlichster Disziplinen bedient (Interaktions-, Rollen-, Kooperations- und Helferspiele, Reaktions-, Wahrnehmungs-, Konfrontations- und Entspannungsübungen, Spiele zur szenischen Darstellung, ritualisierte Kampfspiele u.a.) ist es, Auslöser für aggressives und gewaltbereites Verhalten zu erkennen, eigene Gefühle wie Angst, Wut und Aggression wahrzunehmen, zu akzeptieren und zu lernen, sie zu beherrschen und in geregelte Bahnen zu lenken. Stärkung des Selbstbewusstseins (ohne Steigerung des Selbstwertgefühls durch gewalttätige Unterwerfung anderer), Erhöhung der Frustrationstoleranz gegenüber Provokationen und Kränkungen, eigene Grenzen, Befindlichkeiten und Gefühle wahrzunehmen und die anderer zu respektieren, sich in Täter- und Opferrolle einzufühlen und die eigene Täter/Opferdisposition zu erkennen, wird ansatzweise angestrebt. Ein weiteres Ziel ist es, nichtaggressive Beziehungen aufzunehmen und Handlungsalternativen zu bisherigen Verhaltensweisen zu entwickeln. Insgesamt soll präventiv durch die Vermittlung sozialer Kompetenzen ein konstruktives, gewaltfreies Konfliktlösungsverhalten angebahnt werden.